• Hiking Aina

Der Kerry Ring - eine spontane Idee

Während ich meine müden Glieder am Campingplatz in Killarney gemütlich ausstrecke, beginne ich zu überlegen, ob ich gleich nach Beara weitergehe oder den Ring of Kerry mache. Der würde sich wirklich anbieten, da ich auf dem Weg nach Kenmare sowieso auf dem Kerryway unterwegs sein werde.

Obwohl mir am Morgen ein frecher Rabe mein Salamiweckerl geklaut hat und ein Platzregen kurz vor Aufbrauch das Zelt nochmal ordentlich nass gemacht hat, breche ich gut gelaunt frühmorgens auf.

Der Nationalpark rund um Muckross Lake ist traumhaft, allerdings sind noch sehr viele Menschen unterwegs. Erstmal seit dem Ende des Wicklowways sind wieder andere Weitwanderer unterwegs. Ab dem Torc Wasserfall ist es aber wieder ruhig und es wird gebirgiger, allerdings ziehen schwarze Wolken hin und her und laden Regen ab. Doch die schöne Landschaft und dass ich endlich wieder auf einem richtigen Wanderweg heben meine Stimmung. Am höchsten Punkt des Tages mache ich Rast, aber nicht lange, da es zu hageln beginnt. Nach einem kurzen Stück bergab, stehe ich vor dem Wegweiser Richtung Kenmare oder weiter am Kerryway ins Blackvalley.


der Kerryway

Nach kurzem überlegen entscheide ich mich für den Kerryway. Kurz darauf stehe ich in einem wunderschönen Wald und der Upper Lake kommt in Sicht. Herrlich sieht er aus und einige tolle Zeltplätze laden ein, die Etappe frühzeitig zu beenden.


der Upper Lake

Aber ich gehe weiter zu Lord Brandons Teahouse und nach einem guten Tee und einem Sandwich, mache ich mich auf den Weg zum Black Valley Hostel. Der zieht sich noch wie Strudelteig, aber irgendwann bin ich da und bekomme ein Bett, eine Dusche und im kleinen Shop ein Nudelgericht.

Hier treffe ich auf A., S. und P. aus Deutschland und L. aus Schweden, mit Ihnen werde ich den Rest des Kerryways erwandern. Gesellschaft beim Gehen ist echt fein.

Nach einem gemeinsamen Frühstück wandern wir ans Ende des Black Valleys und endlich bin ich wieder in richtigen Bergen. Nach einem ersten Aufstieg machen wir Rast.


Ich fühl mich wohl, weil nach den endlosen Roadwalks im Mittelteil, das Wandern wieder genau nach meinem Geschmack ist. Nach einem Regenguss beim Abstieg machen wir wieder Pause im Cookie Monster Cafe, ich ess ein tolles Sandwich. S. passt echt gut auf, daß wir regelmäßig Päuschen einlegen. Danach wieder steil nach oben und wenn nicht der kalte Wind wäre, wäre der Ausblick auf Lough Acoose echt unbezahlbar :).


Lough Accose

Nach dem Abstieg führt der Weg raus aus den Bergen retten wir erst einem Lämmchen das Leben, dann liefern wir S. in seinem B&B ab. Uns stehen noch vier Kilometer bevor, auf der Strasse. Ohne gehts wohl nicht. Unterwegs beschliessen A. und ich, uns ein Zimmer zu teilen. Nach den längsten 800m meines Lebens erreichen wir das Climbers Inn, checken ein und nach eine Dusche essen wir zu Abend und fallen ins Bett.



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