• Hiking Aina

Am Lechweg - wunderbares Wandern

Endlich ist das Wetter trocken und die Sicht wird immer besser. Das wird aber auch Zeit, auf Dauer ist der Regen nicht lustig. Mein Ziel heute ist die Lechbrücke bei Obergrünau. Gemütlich starte ich Richtung Simmswasserfall, natürlich beginnts wieder leicht zu regnen, aber es sollte der letzte Regen bis zum Ende meines Ausflugs werden.

Fast verpasse ich die Holzgauer Hängebrücke!

Holzgauer Hängebrücke

Extrem wackelig das Ding, das erste Mal drüber ist echt beängstigend :) Trotzdem ein tolles Erlebnis. Weiter gehts durch schöne Wälder, der Himmel wird immer blauer und vergessen ist der kurze Guss am Morgen. Kurz vorm Lechtaler Hexenkessel mach ich meine verdiente Pause, koche Tee und esse eine Kleinigkeit. Gleich nach meiner Rest gehts ordentlich steil rauf und ich komm ein bisserl ins Schnaufen. Aber nicht lang, oben angekommen wandere ich über Wiesen weiter, einen kleinen Hang hoch zur Seesumpfkapelle. Das wäre auch ein schöner Rastplatz gewesen, aber das weiss man ja nie vorher. Der Weg führt jetzt steil nach unten und nach kurzer Zeit stehe ich vor dem Kirchlein von Bach. Ich halte mich aber nicht lange auf und ich starte die letzen Kilometer entlang des Lech.

Die nächste Etappe führt mich nach Vorderhorngau, hier gibts einen Campingplatz auf dem ich mich einquartieren werde. Dieser Teil des Weges von Elbigenalp nach Vorderhorngau ist meiner Meinung der schönste des Lechwegs. Erst am Lechufer entlang bis Häselgehr und dann durch herrlichen Wald immer auf der nördlichen Talseite dahin. Es bieten sich wunderbare Ausblicke auf den Lech und die umliegende Bergwelt.

Länger als geplant bleib ich sitzen und geniesse das freie Leben, dann beginne ich mit dem letzten Stück und erreiche den Campinplatz am späten Nachmittag. Grosse Schilder versprechen, Bier, Essen und ein gemütliches Bistro. Leider geschlossen, so werdens nur Nudeln mit Pilzsauce und Tee.

Die vorletzte Etappe zieht sich immer entlang des Lech bis Reutte, ich kann gar nicht glauben dass ich schon wieder fast am Ende dieses herrlichen Spaziergangs bin. Erstmals stimmen die GPX Daten überhaupt nicht und passen mit den Markierungen gar nicht mehr zusammen, aber egal, ich folge dem weissen L, das führt ans Ziel :D.

Mittag mach ich am Lechausee, der ist wunderschön und verführt zum Reinspringen, allerdings eiskalt, darum bade ich nur die Füsse. Die Blasen, die ich mir durch die nassen Schuhe geholt habe, sind fast abgeheilt und nicht mehr zu spüren. Moleskin und Physiotape wirken Wunder. Gemütlich erreiche ich Reutte und verpass den Bus zurück um 10 Minuten.

Frühmorgens gehts zurück nach Reutte, die letzte Etappe ist die "wildeste". 25km und gut 1000 HM sind zu bewältigen. Aber das geht leichter als gedacht, da ich meistens auf einer Forststrasse dahinwandere. Erst ab der deutschen Grenze gehts steil und rutschig runter zum Alpsee. Den sieht man schon sehr bald zwischen den Bäumen, aber es dauert noch gut eine Stunde bis man ihn erreicht. Am Ufer entlang erreiche ich bald Schloss Hohenschwangau, die Menschenmassen dort schrecken aber ab und ich ändere meinen Plan direkt zum Schloss Neuschwanstein zu gehen. Ich bleibe am Lechweg und erreiche nach zwei weiteren Stunden erst den Aussichtspunkt Kapuzinerberg und dann den Lechfall. Der hat allerdings kaum Wasser.




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